Die deutsche Version ist unter dem englischen Text
Here we go again. The organisation KölnBusiness says a direct train from Köln to London would be economically advantageous. You can read their press bla bla here.
Shock!
Imagine, a large, economically strong city wants a connection by train in four hours to an even larger even more economically strong city, and that it would be mutually beneficial. I bet the consultants that wrote that were well paid.
But there is a catch. Of course there is. There is no terminal for London bound passengers at Köln Hbf, and there is a line in the KölnBusiness statement about needing to build such facilities.
You need to check every passenger’s passport and scan their luggage before boarding a train to the UK. And no, this is not due to Brexit – this paranoia long preceded that. And no, the Brits are not going to change that any time soon. And no, doing controls on a moving train is not an option either.
So where do you build such a terminal at Köln Hbf?
You could, just about squeeze something into the building along Platform 1 – somewhere near the DB Lounge or the DB staff canteen.
The problem is that the track layout means that trains departing Platform 1 head eastwards towards the Hohenzollern bridge, when actually you need to head west towards Aachen, and onwards towards Bruxelles and the Channel Tunnel. So exiting that platform the wrong way means crossing half a dozen tracks to get to the line towards Aachen. Track layout here. And this in one of the most over-congested and delay prone main stations in all of Germany. To even solve this properly is going to require major re-building.
How are you even going to justify doing this if you wanted to? “Sure, people of Köln, accept this cost and massive inconvenience during the rebuilding, because the British have border paranoia!” No, I can’t see any politician going for it either.
And no, crossing the Rhein three times instead is not a solution, but because I am thorough I did consider it.
However, unlike KölnBusiness, I actually looked into all of these operational aspects in my #CrossChannelRail work last year, and there is plenty about it in the Final Report, and the solution is sketched out there as well: the answer for Köln – short to medium term – is to build a terminal for London bound trains somewhere other than Hbf.
And luckily I found two places you could build terminals much more easily: Köln/Bonn Flughafen (Airport) station (south east of Köln), and Horrem (west of Köln, on the line to Aachen). Both of these have adequate space for terminal facilities, and with minimal work to platforms could be adapted accordingly.
Before anyone asks I also examined Messe/Deutz, Süd, West, Müllheim, and Ehrenfeld. And no, those do not work for various reasons – read the Final Report if you want to know why.
But why do you need direct trains anyway, I hear you ask? Why not just change in Bruxelles Midi for London services.
Well other than the terminal at Bruxelles Midi being like a bunker, and being prone to overcrowding and delays, passengers fear they might miss their connection there if an incoming Köln – Bruxelles train is delayed, and while de facto it works and Eurostar re-books you in the case of a missed connection, passengers worry – so I get the appeal of a direct train.
Oh and aren’t Eurostar and Deutsche Bahn solving all of this themselves?
Yeah, DB and Eurostar put out a joint press release in December 2025 where DB basically says it will not get in Eurostar’s way if Eurostar tries to run direct trains to London. But given Eurostar’s order for its new fleet is too small, and whether its new trains will ever comply with the Channel Tunnel safety regime is unknown, let’s for now say simply that these are more like ideas than they are workable plans.
So to conclude: why Köln would want a direct train to London is obvious. How to do it needs a lot more work. KölnBusiness, there’s a freely available report that might help you work out where to begin.
Da sind wir wieder. Die Organisation KölnBusiness behauptet, ein Direktzug von Köln nach London wäre wirtschaftlich vorteilhaft. Du kannst ihren Presse-Blabla hier lesen.
Was für eine Überraschung!
Stell dir vor, eine große, wirtschaftlich starke Stadt will eine Zugverbindung in vier Stunden zu einer noch größeren, noch wirtschaftlich stärkeren Stadt, und das wäre für Beide ein Vorteil. Die Berater, die das geschrieben haben, wurden gut bezahlt!
Aber es gibt einen Haken.
Am Kölner Hauptbahnhof gibt es keinen Terminal für Passagiere mit Ziel London, und in der Pressemitteilung von KölnBusiness steht ein Satz darüber, dass solche Einrichtungen gebaut werden müssten.
Man muss den Reisepass jedes Passagiers kontrollieren und sein Gepäck scannen, vor dem Einsteig. Und nein, das liegt nicht am Brexit – diese Paranoia gab es schon lange vorher. Und nein, die Briten werden das so schnell nicht ändern. Und nein, Kontrollen in einem fahrenden Zug sind auch keine Option.
Wo baut man also so einen Terminal am Kölner Hauptbahnhof?
Man könnte gerade so etwas in das Gebäude an Gleis 1 quetschen – irgendwo in der Nähe des DB-Lounge oder der DB-Mitarbeiterkantine.
Das Problem ist, dass die Gleisanlage so angelegt ist, dass Züge, die von Gleis 1 abfahren, nach Osten in Richtung Hohenzollernbrücke fahren, während man eigentlich nach Westen in Richtung Aachen und weiter nach Brüssel und zum Kanaltunnel muss. Wenn man also diesen Bahnsteig in die falsche Richtung verlässt, muss man Gleise überqueren, um zur Strecke nach Aachen zu gelangen. Ein Gleisplan gibt es hier. Und das an einem der am stärksten überlasteten und verspätungsanfälligsten Hauptbahnhöfe in ganz Deutschland. Um das überhaupt richtig zu lösen, wären umfangreiche Umbauarbeiten nötig.
Wie willst du das überhaupt rechtfertigen, selbst wenn du es wolltest? „Klar, liebe Kölner, nehmt diese Kosten und die massiven Unannehmlichkeiten während des Umbaus in Kauf, denn die Briten haben Grenzparanoia!“ Nein, ich kann mir auch nicht vorstellen, dass irgendein Politiker das mitmacht.
Und nein, stattdessen dreimal den Rhein zu überqueren, ist keine Lösung, aber da ich gründlich bin, habe ich es mir überlegt.
Im Gegensatz zu KölnBusiness habe ich mich jedoch bei meiner #CrossChannelRail-Arbeit im letzten Jahr tatsächlich mit all diesen betrieblichen Aspekten befasst, und im Abschlussbericht gibt es dazu reichlich Informationen, und die Lösung ist dort ebenfalls skizziert: Die Antwort für Köln – kurz- bis mittelfristig – ist, einen Terminal für Züge nach London an einem anderen Ort als dem Hbf zu bauen.
Und glücklicherweise habe ich zwei Orte gefunden, an denen man Terminals viel einfacher bauen könnte: den Bahnhof Köln/Bonn Flughafen (südöstlich von Köln) und Horrem (westlich von Köln, an der Strecke nach Aachen). Beide verfügen über ausreichend Platz für Terminalanlagen, und mit minimalem Aufwand könnten die Bahnsteige entsprechend angepasst werden.
Bevor jemand fragt: Ich habe auch Messe/Deutz, Süd, West, Müllheim und Ehrenfeld geprüft. Und nein, diese kommen aus verschiedenen Gründen nicht in Frage – lies den Abschlussbericht, wenn du wissen willst, warum.
Aber warum braucht man überhaupt Direktzüge? Warum nicht einfach in Brüssel-Midi auf die Züge nach London umsteigen?
Nun, abgesehen davon, dass der Terminal im Bahnhof Bruxelles Midi wie ein Bunker ist und zu Überfüllung und Verspätungen neigt, befürchten die Fahrgäste, dass sie dort ihren Anschluss verpassen könnten, wenn ein einfahrender Zug Köln–Brüssel verspätet ist. Obwohl es de facto funktioniert und Eurostar dich im Falle eines verpassten Anschlusses umbucht, machen sich die Fahrgäste Sorgen – daher verstehe ich den Reiz eines Direktzugs.
Oh, und lösen Eurostar und die Deutsche Bahn das nicht alles selbst?
Ja, die DB und Eurostar haben im Dezember 2025 eine gemeinsame Pressemitteilung herausgegeben, in der die DB im Grunde sagt, dass sie Eurostar nicht im Weg stehen wird, wenn Eurostar versucht, Direktzüge Deutschland – London anzubieten. Aber da Eurostars Auftrag für seine neue Flotte zu klein ist und unbekannt ist, ob seine neuen Züge jemals den Sicherheitsvorschriften des Kanaltunnels entsprechen werden, sagen wir vorerst einfach, dass es sich hierbei eher um Ideen als um umsetzbare Pläne handelt.
Zusammenfassung: Warum Köln eine Direktverbindung nach London haben möchte, ist klar. Wie das umgesetzt werden kann, erfordert noch viel Arbeit. KölnBusiness, es gibt einen frei zugänglichen Bericht, der euch vielleicht dabei helfen könnte, wo man anfangen sollst.
